Die Kolpingsfamilie Hollage veranstaltet am 24. Oktober 2009 wie jedes Jahr ein Oktoberfest. Für ein Wochenende wird ein Festzelt aufgestellt. Samstags ab 18 Uhr ist die große Party. Die Schlossies aus Bayern, Brezn, Hendl und Maß sorgen für die Stimmung. Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung, weil man viele Freunde trifft, die man nur einmal pro Jahr sieht.
Das Fest ist sehr beliebt, was dazu führt, dass nicht jeder Interessent eine Eintrittskarte ergattert. Zunächst einmal haben die Mitglieder der Kolpingsfamilie ein Vorkaufsrecht. Bereits eine Stunde vor dem Start des freien Verkaufs hatten sich dieses Jahr lange Schlangen vor der Verkaufsstelle gebildet. Diejenigen, die sich erst eine halbe Stunde vor Verkaufsstart angestellt haben, gingen schon leer aus.
Eine große Anzahl unerfüllter Kartenwünsche führt dann zu einigen Diskussionen, wie man den Verkauf fairer regeln kann, indem beispielsweise verhindert wird, dass jemand gleich die Karten für seine ganze Nachbarschaft kauft.
Als Verfechter einer Regulierung der Märkte über Angebot und Nachfrage würde ich entweder das Angebot erhöhen, indem ich das Fest über 2 Tage verteile oder ein zweites Zelt hinzu stelle. Oder ich verringere die Nachfrage über eine Erhöhung der Preise. Es gibt einen Eintrittspreis, bei dem ein Großteil der Besucher nicht mehr kommen wird.
Bei einer Preiserhöhung ist sicher schnell von Abzocke die Rede und die Leute wären immernoch unzufrieden. Doch es bekommen die Menschen die Karten, denen das Fest am meisten wert ist. Als ehrenamtlicher Verein sollte die Kolpingsfamilie in dem Fall hohe Transparenz schaffen. Der erhöhte Eintrittspreis muss erstens für soziale Zwecke verwendet werden. Zweitens sollten die Gäste auch wissen, welche sozialen Zwecke im einzelnen unterstützt werden.
Meine Einstellung zu freien Märkten wird an diesem Beispiel ähnlich deutlich wie an der Art wie unser Browserspiel Goalz programmiert ist.
Am 24. Oktober heißt es ab 18 Uhr: Anzapft is!
