Posted in Allgemein on April 16th, 2012 by Jens – Be the first to comment
Heute war der erste Schultag nach den Osterferien, welche ich fast komplett in Bosnien verbrachte. Nach meinem ersten Urlaub dort vor 7 Jahren hatte ich beschlossen, dort irgendwann wieder hin zu fahren. Endlich war es soweit.
Wir fuhren zu dritt mit dem Auto aus Deutschland los. Mein bosnischer Freund Amir ist aus Hamburg losgefahren. Er hat zuerst mich eingesammelt, ehe wir noch in Stuttgart unseren Freund Uwe eingesammelt haben.
Von dort waren es nur noch 10 Stunden Fahrt. Das Ziel war Amirs Elternhaus in Bosnien, wo wir eine überragende Gastfreundschaft erleben durften. Dort sah ich auch meinen Freund und Amirs Bruder Samir wieder. Nachdem wir es am ersten Tag ruhig angehen lassen haben und nur einen kurzen Waldspaziergang gemacht haben, sind Uwe, Samir und ich am zweiten Tag nach Plitvice(Kroatien) gefahren. In dem Nationalpark sind wir über 20km gewandert und haben dabei auch ca. 250 Höhenmeter überwunden. Das folgende Bild gibt einen Eindruck von den dortigen Wasserfällen. Insgesamt gibt es dort mehr Ebenen als man dort sieht. Wir sind später wieder ganz zum Wasser runter geklettert.

Am dirtten Tag unseres Aufenthalts hat Amirs Vater ein Lamm für uns gekauft. Ich durfte den Spieß dann mal über den Feuer drehen. Das war dann vorerst unser Abschied aus Amirs Heimatstadt Sanski Most. Wir wollten ja noch mehr erleben und sind zu viert weitergefahren nach Sarajevo, der Hauptstadt von Bosnien.

In Sarajevo haben wir viel von der Geschichte der Stadt erfahren. Da man in der Stadt Moscheen, Kirchen und Synagogen nicht weit voneinander entfernt findet, wird die Stadt gelegentlich Klein-Jerusalem oder auch Europäisches Jerusalem genannt. Hinzu kommt eine schwere Geschichte während des Bosnien Kriegs. Wir haben unter anderem den Tunnel besichtigt, durch den die Stadt während dieser Zeit versorgt wurde. Wir waren an dem Wochenende genau 20 Jahre nach dem Beginn der vierjährigen Belagerung der Stadt dort. Das folgende Foto zeigt eine Aktion, die zum Gedenken der Opfer stattfand. Für jedes der 11.000 Todesopfer war ein roter Stuhl aufgestellt. Man konnte die Stimmung der Menschen, die hier ihre Freunde, Eltern, Partner und Kinder verloren hatten, regelrecht spüren. Für die 1.600 getöteten Kinder, waren Kinderstühle gewählt worden. Mich hat diese Stimmung sehr mitgenommen.

Nachdem wir 3 Tage in Sarajevo waren, sind Uwe, Amir und ich weiter nach Dubrovnik ans Meer in Kroatien gefahren. Samir, der in Sarajevo studiert, mußten wir zurück lassen, weil er arbeiten mußte. In Dubrovnik hatten wir etwas weniger Glück mit dem Wetter. Es hat sich aber gelohnt, sich die Altstadt von Dubrovnik anzusehen. Die Stadt lebt zu großen Teilen vom Tourismus. Doch wir waren ja noch nicht in der Hauptsaison dort und sind dem größten Stress daher entgangen.
Nach 3 Tagen dort sind wir nochmal zurück nach Sanski Most zu Amirs Eltern, wo wir 3 weitere Tage später die Rückreise nach Deutschland angetreten haben.
Ich bin sicher, dass es nicht wieder 7 Jahre dauern wird, bis ich erneut nach Bosnien fahre.
Posted in Allgemein on February 5th, 2012 by Jens – 3 Comments
Seit dieser Woche trage ich eine neue Amtsbezeichnung. Ich bin jetzt Studienrat. Wenn man sieht, dass alle verbeamteten Lehrer an Gymnasien diesen Titel tragen, so ist das nichts besonderes. Doch für mich persönlich bedeutet das einen wichtigen Schritt. Als Seiteneinsteiger habe ich vor etwas über 2 Jahren am Helmholtz-Gymnasium angefangen als Lehrer zu arbeiten. Als angestellter Lehrer habe ich dort vollwertig Unterricht erteilt. Doch da ich zuvor keine pädagogische Ausbildung hatte, war das so etwas wie ein Sprung ins kalte Wasser. Der ist zwar gut gelungen, dennoch habe ich die Möglichkeit wahrgenommen, die pädagogische Ausbildung neben der Arbeit als Lehrer nachzuholen. Die 2 Jahre in dem OBAS-Programm waren eine große Herausforderung und Belastung. Am 16. Januar konnte ich diese Ausbildung mit meiner Prüfung zum 2. Staatsexamen abschließen. In den gezeigten Unterrichtsstunden konnte ich mich gut präsentieren, vor allem, weil ich mich auf die Schülerinnen und Schüler in den Kursen verlassen konnte, denen ich sehr dankbar bin. Dankbar bin ich auch allen Freunden, Kollegen und der Familie, deren Unterstützung ich mir immer sicher sein konnte.
Die Entscheidung jetzt als Studienrat am Helmholtz Gymnasium zu arbeiten fiel mir letztlich trotz meines Wunsches langfristig wieder in meine Heimat nach Osnabrück zurückzukehren leicht. Die Schule ist durch die Anzahl Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund wohl einzigartig in Deutschland. Dazu kommt ein intaktes Kollegium und eine Schulleitung, die mich stets unterstützt hat. Zeitlich war es allerdings knapp. Erst am 31. Januar habe ich einen neuen Vertrag unterschrieben, der jetzt seit dem 1. Februar läuft. Am gleichen Tag wurde ich als Beamter des Landes NRW vereidigt.
Posted in Allgemein on October 27th, 2011 by Jens – 4 Comments
Anfang des Monats, am Freitag den 7.10. durfte ich ein Team aus meinem Informatikkurs zu einem Roboterwettbewerb begleiten.
Dieses Team nahm erfolgreich am Roboterwettbewerb des „paluno – The Ruhr Institute for Software Technology” an der Universität Duisburg Essen teil.
Dustin Naujokat, Recep Oflazoglu und Alper Dogan aus der Einführungsphase traten für das Helmholtz Gymnasium gegen 7 andere Schulen an.
Nachdem den Schülern zu Beginn der Veranstaltung ein kleiner Einblick in das Informatikstudium und in die Programmierung der Roboter gegeben wurde, zogen sich die einzelnen Teams in verschiedene Seminarräume zurück. Von 10:30 Uhr bis 15:00 Uhr hatten die Schüler Zeit, ihre Lego Mindstorms Roboter so zu programmieren, dass sie später ab 15 Uhr autonom eine Wettbewerbsaufgabe erfüllen.

Das Ziel bestand darin, dass der Robotor eine schwarze Linie entlangfährt bis er auf einem aufgeklebten Silberstreifen steht. Das war das Zeichen, dass der Roboter 15 cm vor einem Ball steht. Dieser Ball sollte mit einem Greifarm aufgehoben werden und zum Startpunkt des Roboters gebracht werden, um ihn dort wieder abzulegen. Unterbrochen wurde die Arbeit an dieser Aufgabe lediglich von einer Mittagspause in der Mensa. Um 15 Uhr schaffte der vom Helmholtz Gymnasium programmierte Roboter auf dem ersten von 2 Parcours eine Spitzenzeit und lag nach dieser Runde auf dem vierten Platz. Obwohl der Roboter auf dem zweiten Parcours den Ball nicht richtig zu greifen bekam, landete das Helmholtz Gymnasium insgesamt auf einem respektablen 6. Platz bei einer teilweise sehr erfahrenen Konkurrenz, bei der wir das jüngste Team stellten.
Die Schulen auf den ersten beiden Plätze erhielten jeweils 2 Roboter für die Schulausstattung. Wir haben tolle Erfahrungen gesammelt und hatten sehr viel Spaß bei der Veranstaltung. Wir brennen schon auf eine neue Chance, um unsere Schule auch in Zukunft gut zu vertreten.
Als Lehrer war ich relativ unbeteiligt an der Sache. Ich durfte nur mitfahren. Trotzdem freut man sich und es macht einem Spaß, wenn man sieht, dass Schüler engagiert sind und tolle Leistungen bringen. Das gleiche gilt auch für den Unterricht in der Schule, wo dieser Informatikkurs mir bisher besonders viel Freude gemacht hat.

Vielen Dank an die Schüler, dass ich die Fotos hier verwenden durfte.
Posted in Allgemein on August 4th, 2011 by Jens – 1 Comment
Die letzte Woche war ich auf einem Kurzurlaub. Ich habe alte Freunde in mehreren Städten in Deutschland und Frankreich besucht. Als Alleinreisender habe ich verschiedene Reisemöglichkeiten in Betracht gezogen. Mit dem Flugzeug war ich letztlich garnicht unterwegs, sondern mit der Bahn und mit der Mitfahrgelegenheit.
Die Mitfahrgelegenheit macht eigentlich sehr viel Spaß. Auf verschiedenen Webseiten bieten Autofahrer freie Plätze in ihrem Auto an. Dafür zahlt man als Mitfahrer eine kleine Kostenbeteiligung. Es ist interessant auf diese Weise Menschen kennen zu lernen. Zudem ist es eine sehr günstige Reisemöglichkeit. Meine Mitfahrgelegenheit fuhr über weite Strecken. Nach meinem Eindruck fuhr derjenige diese Strecke jeden Tag einmal in jede Richtung. Da er einen Buli mit 9 Plätzen hatte, rechnete sich diese Fahrt für ihn. Leider geht hier ein wenig der Charme der Mitfahrgelegenheiten verloren. Dennoch habe ich viele verschiedene Mitreisende kennen gelernt. Dabei waren Mitfahrer aus Afrika und Korea.
Das andere von mir genutzte Verkehrsmittel war die Eisenbahn. Ich bin ein Fan des Bahnfahrens. Als 2m-Mann darf ich immer für alle Mitreisenden Koffer in die Ablage packen oder beim Ein- und Aussteigen tragen. Mir macht das wirklich Spaß. Dieses soziale Gewissen ist ewin Mitgrund, dass ich beim Bahnfahren nie einen Sitzplatz reserviere. Wenn schon jemand stehen muss, kann ich es doch besser als die meisten anderen Mitreisenden. Für alte, junge oder besonders hübsche Frauen stehen ich ja eh auf.
Anders aber im TGV, dem französichen Schnellzug. Hier herrscht Reservierungspflicht. Jeder, der ein Ticket hat, hat auch einen festen Sitzplatz. Das ist dann ähnlich wie beim Fliegen.
Posted in Allgemein on November 10th, 2010 by Jens – Be the first to comment
Lange schon bin ich Fan von Werder Bremen. Ich mag die Philosophie dieses Vereins, auch in Krisenzeiten. Zur Zeit befindet sich Werder in einer Krise, bei der nicht vorherzusehen ist, wie weit es noch runter geht.
Die Medien stellen die sportliche Leitung in Frage
In eigentlich serösen Medien, wie der Kreiszeitung, dem Weser-Kurier und dem Kicker ist die Rede davon, dass bei den Fans das Vertrauen in die sportliche Leitung schwindet. Im Worum (Werder-Forum) gibt es einige Fans, die der Meinung sind, dass die sportliche Leitung irgendwann ausgetauscht werden muss. Andere Fans äußern eine gegenteilige Meinung. Mich hat geärgert, dass die Medien im Namen der Fans sprechen ohne sich ein genaues Bild der Fanmeinung zu machen. Das ist schlicht unseriös.
Umfrage im Worum
Eine Umfrage im Worum zeigt ein anderes Bild. Fast alle Fans halten die sportliche Leitung für verantwortlich für die Misere. Die meisten trauen aber genau dieser Leitung am ehesten zu, Werder wieder zum Erfolg zu führen und wünschen sich keinesfalls jetzt einen Wechsel.
Vielleicht trauen oben genannte Medien dem normalen Fußballfan ja keine so differenzierte Meinung zu. Ansonsten wäre es doch schön, wenn dort wieder etwas mehr Seriösität einkehrt.
Link zur Umfrage im Worum – Achtung, durch Multiple-Choice ist die Gesamtteilnehmerzahl nicht sichtbar. Man muss gut schätzen, um das Abstimmungsverhalten der Fans zu erahnen.
Posted in Allgemein on August 20th, 2010 by Jens – Be the first to comment
Endlich geht es in die neue Bundesligasaison. Bayern München empfängt heute abend den VFL Wolfsburg.
Bayern ist haushoher Meisterschaftsfavorit, aber man muss auch die erstarkte Konkurrenz im Auge haben. Wolfsburg war vor 2 Jahren nicht zufällig Meister. Die haben eine grandiose Offensive, Leverkusen hat sich mit Ballack verstärkt. Bremen ist immer in der Lage, wichtige Spieler zu ersetzen. Hamburg, Schalke, Dortmund, Stuttgart. Die Liste der Herausforderer ist lang. Bayern wird einige Niederlagen einstecken müssen. Vielleicht auh gegen Teams von weiter unten. Das erhöht die Spannung nochmals. Der Titelkampf bleibt bis zum Schluss spannend. Am Ende gibt es eine Überraschung. Bayern wird auf jeden Fall nicht Meister.
Posted in Allgemein on May 28th, 2010 by Jens – 2 Comments
Am Pfingswochenende war es wieder soweit. Das Pfingst’n'Fun Turnier in Breiholz stand auf dem Programm.
Wie jedes Jahr waren wir aus Dortmund mit einem Team TU Dortmund und dem Team DBEKS dabei.
Als Titelverteidiger war mein DBEKS-Team ins Volleyballturnier am Samstag gestartet, als unterlegener Finalist konnten wir an die Vorjahresleistung anknüpfen und sicherten uns als unterlegener Finalist als Preis eine Tennissocke für jeden von uns.
Doch der sportliche Erfolg steht im Breiholz nicht im Vordergrund. Und deshalb haben wir beim Handball am Sonntag auch grandios versagt. Unser Volleyballerfolg am Samstag blieb somit die Ausnahme.
Stimmungsmäßig waren wir natürlich wieder nah an der Weltspitze. Die wichtige Voraussetzung hierfür war Mannschaftsgeist, der sich über alle Teams von uns erschloss. Das Gruppenfeeling war top. Zudem haben sich alle an die Anweisung gehalten, das Niveau doch bitte zu Hause zu lassen. Auch das hat prima geklappt. Chrissis Mutter wird mich so schnell nicht vergessen.
Wer waren also die Geilsten? Richtig! Und wir werden das auch nächstes Jahr wieder sein.

Hier ein paar Links:
Posted in Allgemein on February 6th, 2010 by Jens – Be the first to comment
Viele meiner Freunde sind Fußballfans und so möchte ich an dieser Stelle die WM 2010 in Südafrika ansprechen. Nach allem, was man so hört. läuft der Ticketverkauf schleppend. Das hat mehrere Gründe. In Südafrika ist während der WM Winter. Natürlich ist der Winter dort nicht so kalt wie bei uns. Doch ohne die WM würde man wohl eher zu einer anderen Jahreszeit fliegen. Man muss ca. 1.000 € für Hin- und Rückflug einkalkulieren. Dazu kommen die Kosten für Unterkunft und natürlich die Tickets. Nicht vergessen sollte man die große Sorge um die eigene Sicherheit.
Ich möchte jetzt etwas Werbung für das Projekt Farmos eines Freundes machen. Heiko Kersten organisiert eine große deutsche Fußball-Farm, 30 Minuten von der Unterkunft unserer Nationalelf. Fans haben die Möglichkeiten auf dem bewachten Gelände Zelte für bis zu 4 Personen oder Holzhütten für bis zu 2 Personen anzumieten. Heiko organisiert einen Shuttle-Service zu allen Stadien, zum Krüger-Nationalpark, wo man auf Safari gehen kann und zum Flughafen. Auf dem Farmgelände gibt es einen Clubraum für die im Schnitt 80 erwarteten deutschen Fans. Es wird dort jeden Abend ordentliche Verpflegung geben. Es gibt auch einen Grillplatz.
Es ist sicher ein tolles Angebot, wenn man nicht unbedingt ein 4 Sterne Hotel braucht und gemeinsam mit anderen Fans die WM verfolgen möchte.

Posted in Allgemein on November 28th, 2009 by Jens – Be the first to comment
Gestern habe ich eine Krimi-Party veranstaltet. Das hatte ich ich mir im Sommer vorgenommen, als ich selbst Gast bei einem Krimi-Dinner war.
Ich habe meine Veranstaltung als Krimi-Party bezeichnet, weil ich befürchtete mit dem Begriff Dinner zu große Ansprüche an das Essen zu wecken. Gestern gab es eine einfache Suppe und vorab ein Dip um dort Paprika, Brot und Möhren einzutauche. Das Brot kam von meinem Kumpel Jochen, der für sein gutes Brot bekannt ist. Danke dafür.
Eine Krimi-Party ist ein Rollenspiel, bei der jeder Gast die Rolle eines Verdächtigen in einem Mordfall übernimmt. Mindestens einer ist auch der Mörder. Die Beschreibung der einzelnen Rollen kannte auch ich nicht. Ich habe die Rollen verteilt und damit jedem Gast ein kleines Heft mit Infos zu seiner Rolle gegeben. Aus diesen Hinweisen konnten die Teilnehmer dann auch auf das optimale Outfit für ihre Rolle schließen.
Im Verlauf des Abends gab es verschiedene Spielrunden, in denen jeder Teilnehmer neue Infos erhielt und hinterher die anderen befragt hat, um das wahre Geschehen aufzuklären.
Zum Schluss notiert jeder Teilnehmer geheim, wen er als Täter sieht und was das Tatmotiv gewesen sein soll. Wir haben uns mit einer knappen Mehrheit auf den richtigen Mörder verständigt, uns jedoch beim Motiv vertan.
Es ist also tatsächlich nicht leicht, den Mörder zu finden. Vielleicht werden wir bis zum nächsten Mal lernen, die Aufklärung effizienter zu betreiben. Gestern war bei uns noch häufig ein großes Durcheinander in den Diskussionen. Dem Spaß an der Sache hat das aber nicht geschadet.

Posted in Wirtschaft on October 13th, 2009 by Jens – 1 Comment
Die Kolpingsfamilie Hollage veranstaltet am 24. Oktober 2009 wie jedes Jahr ein Oktoberfest. Für ein Wochenende wird ein Festzelt aufgestellt. Samstags ab 18 Uhr ist die große Party. Die Schlossies aus Bayern, Brezn, Hendl und Maß sorgen für die Stimmung. Ich freue mich sehr auf die Veranstaltung, weil man viele Freunde trifft, die man nur einmal pro Jahr sieht.
Das Fest ist sehr beliebt, was dazu führt, dass nicht jeder Interessent eine Eintrittskarte ergattert. Zunächst einmal haben die Mitglieder der Kolpingsfamilie ein Vorkaufsrecht. Bereits eine Stunde vor dem Start des freien Verkaufs hatten sich dieses Jahr lange Schlangen vor der Verkaufsstelle gebildet. Diejenigen, die sich erst eine halbe Stunde vor Verkaufsstart angestellt haben, gingen schon leer aus.
Eine große Anzahl unerfüllter Kartenwünsche führt dann zu einigen Diskussionen, wie man den Verkauf fairer regeln kann, indem beispielsweise verhindert wird, dass jemand gleich die Karten für seine ganze Nachbarschaft kauft.
Als Verfechter einer Regulierung der Märkte über Angebot und Nachfrage würde ich entweder das Angebot erhöhen, indem ich das Fest über 2 Tage verteile oder ein zweites Zelt hinzu stelle. Oder ich verringere die Nachfrage über eine Erhöhung der Preise. Es gibt einen Eintrittspreis, bei dem ein Großteil der Besucher nicht mehr kommen wird.
Bei einer Preiserhöhung ist sicher schnell von Abzocke die Rede und die Leute wären immernoch unzufrieden. Doch es bekommen die Menschen die Karten, denen das Fest am meisten wert ist. Als ehrenamtlicher Verein sollte die Kolpingsfamilie in dem Fall hohe Transparenz schaffen. Der erhöhte Eintrittspreis muss erstens für soziale Zwecke verwendet werden. Zweitens sollten die Gäste auch wissen, welche sozialen Zwecke im einzelnen unterstützt werden.
Meine Einstellung zu freien Märkten wird an diesem Beispiel ähnlich deutlich wie an der Art wie unser Browserspiel Goalz programmiert ist.
Am 24. Oktober heißt es ab 18 Uhr: Anzapft is!
